Wenn du bereits mit verschiedenen Beratern gesprochen hast, wirst du festgestellt haben, dass es immer um eine Strategie geht. Einfach mal zu machen und zu schauen, wo die Reise hingeht, funktioniert in den wenigsten Fällen. Bevor du etwas Neues startest, musst du dir überlegen, welche Ziele du verfolgst und wen du erreichen möchtest. Genauso ist es auch, wenn du für dich und dein Business eine Kommunikationsstrategie entwickeln möchtest. In diesem Blogartikel gebe ich dir erste Tipps, wie du mit der Entwicklung deiner Kommunikationsstrategie beginnst. Ein Gastartikel von Annegret Shaw.

Am Anfang beginnen – das ist leichter gesagt als getan

Zu mir als Kommunikations- und Strategieberaterin kommen häufig Kunden mit diesen oder ähnlichen Fragen:

  1. Wie viel kostet es, mein Unternehmen bekannter zu machen?
  2. Wie bekomme ich mehr Follower auf Twitter?
  3. Ich habe schon einmal eine Pressemeldung versendet und danach ist gar nichts passiert. Lohnt sich das überhaupt noch?

Meine erste Reaktion ist dann grundsätzlich: Moment mal. Lass uns am Anfang beginnen. Beantworte mir erst einmal folgende Fragen:

  1. Was ist dein Produkt?
  2. An wen willst du es verkaufen?
  3. Wo befindet sich deine Zielgruppe?

Die Antwort auf die erste Frage kommt meistens recht fix, häufig jedoch zu allgemein. Doch bereits bei der zweiten Frage kommen viele ins Schwimmen. Es kommen Antworten wie, naja, halt an alle, die es brauchen, an alle, die es interessiert, an so viele wie möglich. Fällt die Antwort auf die zweite Frage derart schwammig aus, ist die dritte Frage kaum zu beantworten.

»An diesem Punkt, mit diesen grundlegenden Fragen, beginnt die Entwicklung einer Kommunikationsstrategie.«

Der erste Impuls ist stets mit den Maßnahmen zu beginnen. Viele überlegen sich zuerst, wollen wir zum Beispiel eine Pressemeldung herausgeben? Warum folgt uns keiner auf Twitter? Die richtige Herangehensweise ist jedoch, sich zunächst einmal grundlegende Gedanken zum eigenen Produkt zu machen.

  1. Welches Problem löst mein Produkt?
  2. Wer hat diese Probleme?
  3. Wo treiben sich die Menschen mit exakt diesen Problemen herum?
  4. Welche Probleme haben genau diese Leute noch?

Haben wir diese Fragen beantwortet, werden anschließend die Kanäle (Klassische Pressearbeit, Twitter etc.) identifiziert und zur Zielgruppe, Kanal und natürlich zum vorhandenen Budget passende Maßnahmen entwickelt.

Lass mich dir ein Beispiel geben….

Hört sich leicht an? Nun, lass mich dir ein Beispiel geben. Zu mir kam ein Kunde, der ein Fitnessstudio, inklusive Kältekammer* führte. Er brauchte dringend mehr Kundschaft für die Kältekammer und fragte mich nun, wie er sein Studio bekannter machen könnte. Ich stellte ihm meine grundlegenden Fragen. Ich fragte ihn, für wen die Kältekammer denn relevant wäre. Er sagte, na, für alle, die den eigenen Muskelaufbau unterstützen wollen. Daraufhin sagte ich, nun, ist es denn die effektivste Maßnahme, den Muskelaufbau zu unterstützen, die es gibt? Woraufhin er erwiderte, nein, er selbst würde es nur in Kombination mit EMS-Training und klassischem Fitnesstraining für sinnvoll halten und auch dann wäre der Effekt nicht garantiert. Um einen Effekt zu sehen, bräuchte man außerdem mindestens zehn Sitzungen à 3 Minuten für je 30 EUR. Fazit: 300 EUR für einen nicht garantierten Minimaleffekt. Bisher hatte dieser Kunde sich an die allgemeine sportaffine Bevölkerung gewendet, bei der sein Produkt jedoch aus verständlichen Gründen nicht in für ihn ausreichendem Umfang angenommen wurde. Nach der Beantwortung der bereits erwähnten Fragen, entwickelte ich eine Kommunikationsstrategie für ihn:

  1. Welches Problem löst mein Produkt?
  2. Wer hat diese Probleme?
  3. Wo treiben sich die Menschen mit exakt diesen Problemen herum?
  4. Welche Probleme haben genau diese Leute noch?

Dieses Mal wendeten wir uns nicht an die allgemeine Sportgemeinschaft, sondern ganz gezielt an Hochleistungssportler und solche, die es werden wollen. Unser Claim lautete: »Für das Quäntchen Besser auf dem Weg zum Sieg«.

Heute hat dieser Kunde den Preis für sein Produkt deutlich angehoben und bereits eine Zweigstelle gegründet.

Ich hoffe, es ist mir mit meinem Beitrag gelungen, dir die Grundlagen zur Entwicklung deiner Kommunikationsstrategie näher zu bringen.

Du hörst das alles zum ersten Mal und hast weitere Fragen? Du kennst das alles schon, brauchst aber Hilfe bei der Entwicklung deiner Kommunikationsstrategie? Du hast bereits eine Kommunikationsstrategie und benötigst Hilfe bei der Umsetzung? Ich freue mich auf deinen Kommentar hier direkt unter dem Blogartikel oder deine Kontaktaufnahme über meine unten verlinkten Social Media-Kanäle.

Über Annegret Shaw

Annegret ShawEs gibt drei Dinge, die mir sehr wichtig sind: Ehrlichkeit, Authentizität und Mut. Das spiegelt sich sowohl in meiner Persönlichkeit als auch in meiner Arbeit wieder. Ich kommuniziere ehrlich und direkt – Ohne PR-Gefasel und ohne versteckte Kosten. Neben dem Kommunikationsbereich, schlägt mein Herz für Literatur. Nach Stationen in der Wirtschaftskommunikation der Fraunhofer-Gesellschaft in Leipzig und in einer PR-Beratung für medizinisch-kosmetische Produkte in Frankfurt am Main, hat sich Annegret Shaw Anfang 2018 als Strategie- und Kommunikationsberaterin selbständig gemacht.

Hier findest du Annegret Shaw im Social Web und Internet: Facebook, Xing, LinkedIn, Twitter, Website

 

* Dem Besuch von Kältekammern wird eine gesundheitsfördernde und leistungssteigernde Wirkung zugeschrieben.  Die Kammern sind in der Regel vier m² groß. Die Temperatur in den Kammern beträgt minus 110 Grad Celsius. Eine Sitzung dauert rund drei Minuten. Der Rekord liegt bei rund 12 Minuten.

 

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