#lebenschreibenatmen

Kennst du das, wenn du in dir etwas spürst, dass du etwas möchtest, es aber nicht in Worte fassen kannst und dein Verstand dir sowieso immer wieder dazwischenfunkt? Ich kenne das ziemlich gut und das „Es-nicht-greifen-können“ macht mich wahnsinnig.

Seit ich denken kann, habe ich gerne und viel gelesen. In Freundschaftsbücher, in die ich in meiner Kindheit und Jugend Eintragungen gemacht habe, stand bei den Hobbies immer lesen. Lesen ist und war mir immer wichtig und eine schöne Beschäftigung. Eintauchen in Geschichten. Bilder im Kopf entstehen lassen. Aber ist es wirklich “nur“ das Lesen? Nein, denn wenn ich mich zurückerinnere, habe ich schon immer gerne geschrieben. Kleine Geschichten, Aufsätze oder Interpretationen im Deutsch-Leistungskurs habe ich immer mit Freude geschrieben. Auch erinnere ich mich an endlose Briefwechsel mit Freundinnen. Die Briefwechsel beruhten nicht auf der Realität, sondern entsprangen unserer Fantasie und stellten in vielen Fällen bestimmt auch unsere Träume dar. Dann gab es noch viele Nachmittage an denen wir auf dem Fußboden saßen, Bilder aus Katalogen ausschnitten und uns dann Geschichten und Foto-Love-Stories hierzu einfallen ließen. Tagebuch schreiben gab es auch, aber nie so intensiv.

Es kam wie es kommen sollte und aus irgendeinem Grund gelangte das wohlgeformte Wort in den Hintergrund. BWL-Studium: In der Klausur zählten Fakten und nicht die Geschichte drumherum, höchstens im Marketing. Irgendwann sagte ich dann einmal und ich erinnere mich noch genau, dass durch mein BWL-Studium verlernt hätte, schöne Texte zu schreiben. So schade.

Heute möchte ich mich aus einem inneren Impuls heraus an der Aktion #lebenschreibenatmen vom @DiogenesVerlag beteiligen. Die wunderbare @pinkfisch aus Hanau hat mit dem Verlag und anderen BloggerInnen eine tolle Aktion ins Leben gerufen.

Das Buch von Doris Dörrie soll wichtige Impulse für‘ Schreiben geben und einer war der folgende: „Schreibe über ein Buch aus deiner Kindheit. Welche Erinnerungen verbindest du damit?“ Du glaubst es nicht, aber ich benötigte nicht viel Zeit, um hier gleich das Buch vor Augen zu haben, an dessen Inhalt ich mich gar nicht mehr so sehr erinnern kann und doch eine wichtige Kernbotschaft daraus enthalten habe. Und hier und da erzähle ich von diesem Buch und alles beginnt mit einem kalten Kaffee.

Mit einem kalten Kaffee? …wirst du dich jetzt vielleicht fragen… und das in Zusammenhang mit einem Kinderbuch? ICH TRINKE GERNE KALTEN KAFFEE und damit meine ich nicht diesen neu modernen Cold Brew Coffee. Nein, ich meine wirklich diesen Kaffee, der heiß aufgebrüht wurde und kalt geworden ist. Ich schaue dann immer in verdutzte Gesichter, wenn mir statt des kalten Kaffees ein neuer frischer heißer Kaffee angeboten wird und dann erzähle ich diese Geschichte:

Ich erinnere mich an meine Kindergartenzeit zurück. Nicht nur zu Hause wurde viel gelesen. Auch die Erzieherinnen in meiner Kindergartengruppe lasen uns immer vor dem Mittagschlaf vor. Ich habe noch genau die Klappbetten vor meinem inneren Auge, die wir jeden Mittag aus dem Nebenraum holten und in Reih und Glied aufstellten. Jedes Bettchen an seinen Platz. Ja und was hat das jetzt mit kaltem Kaffee zu tun, wirst du denken… Immer wieder lauschten wir Kinder dem Buch „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“ … vielleicht kennst du es. Quintessenz der Geschichte ist, dass die Feuerwehrmänner (ja vermutlich waren es in dem Buch wirklich nur Männer, aber ich weiß es nicht 😉 ) nie wirklich dazu kommen ihren Kaffee heiß zu trinken. Sie lassen alles stehen und liegen sobald der Alarm losgeht. Leben zu retten, ist ja auch wichtiger als heißen Kaffee zu trinken. Und so denke ich jedes Mal an dieses Buch aus Kindertagen (auch wenn er meist nicht kalt geworden ist, weil ich Leben rette #hihi), wenn ich kalten Kaffee trinke und auch an die schöne Zeit, die ich im Kindergarten hatte.

Ende #lebenschreibenatmen

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