Mein Weg zum eigenen Blog

Geschrieben von Juliane Benad

Ich bin Juliane und unterstütze dich als leise Selbständige oder Unternehmerin bei deiner Sichtbarkeit in den sozialen Medien. Schön, dass du da bist!

2. Januar 2014

Blog_Bild_Nicole_Luecking

© Nicole Lücking

Die Frage, ob ich ein eigenes Blog betreiben soll, hat mich einige Tage, Wochen und Monate beschäftigt. Was Blogs eigentlich sind hatte ich schon ganz grob vor meinem Studium mitbekommen. In dem Verlag, in dem ich beschäftigt bin, wurde 2009 ein Corporate Blog eingeführt. In den Vorbereitungen hierzu war ich nicht eingebunden, da ich zu jener Zeit im klassischen Marketing tätig war. Schade eigentlich. Interessiert hat es mich schon damals.

 

So richtig beschäftigt habe ich mich mit dem Thema Blogs dann in der dritten Studieneinheit meines Fernstudiums zur Social Media Managerin. In diesem Studienheft ging es neben Blogs im Allgemeinen auch um Twitter, ein sogenannter Micro-Blogging Dienst. Warum Micro? – Weil die Blogposts (=Tweets) nur 140 Zeichen lang sind.

Ein eigenes Blog – ja oder nein?

Während ich mir gleich zu Beginn des Studiums meinen Twitter-Account angelegt und Anfang 2013 dann auch aktiv mit dem micro-bloggen angefangen hatte, ließ ich mir mit der Entscheidung für ein eigenes Blog ein wenig Zeit. Nicht nur, dass das Bloggen ein gewisses Päckchen an Zeit benötigt, nein man sollte ja auch nicht ganz strategielos an die Sache herangehen. Ich schreibe schließlich ins Internet. Meine Inhalte können von allen gelesen werden. Einmal im Internet, immer im Internet. Am Anfang wusste ich, ja ein Blog soll sein, aber mehr noch nicht.

Worüber könnte ich bloggen?

Mit Sicherheit gibt es so einige Dinge, über die ich stundenlang sprechen könnte. Aber möchte ich auch, dass es jeder lesen kann? Mmh, weiß nicht. Im Studium lerne ich jetzt viel über Social Media, aber möchte ich das tausendste Social-Media-Blog sein? Nein, irgendwie auch nicht. Ich will das Rad nicht neu erfinden, aber ein bisschen einzigartig möchte ich schon sein. Und da vergehen schon einmal ein paar Tage und Wochen bevor man eine Idee hat, die man näher verfolgen und dann vielleicht auch umsetzen möchte.

Über die Idee hinter meinem Blog möchte ich noch einmal separat bloggen. In diesem Blogpost soll es um die Entscheidungsfindung gehen: „Mein Blog selbst hosten oder nicht selbst hosten?“ Den diese Grundsatzfrage gilt es am Anfang zu klären.

Selbst hosten oder nicht selbst hosten? Das ist hier die Frage.

Es war, so glaube ich, die schwierigste Entscheidung überhaupt! Ich möchte hier nicht zu technisch werden, dafür gebe ich weiter unten gerne einen Lektüretipp. Was bedeutet selbst hosten oder eben nicht? Es bedeutet: Möchte ich mein Blog auf einem eigenen Webserver laufen lassen verbunden mit einer eigenen tollen Domain oder erst einmal klein anfangen bei WordPress oder Blogger mit einem kostenlosen Account? Die Funktionalitäten wären eingeschränkt, die Domain wäre dann z.B. mit einem [DeinBlog].wordpress.com gespickt, aber für das erste Ausprobieren wäre es völlig ausreichen, zumal kostenlos. Selbst hosten bedeutet ein bisschen Geld in die Hand zu nehmen, aber auch viel mehr Möglichkeiten zu haben. Vor allen Dingen: Wird die Hosting-Plattform geschlossen, dann ist auch mein Blog weg. Ich erinnere mich da an den Google Reader. Fast von heute auf morgen einfach abgestellt. Will ich das im Zweifelsfalle?

Nachdem einige meiner Mitstudenten erst einmal klein angefangen haben und sich ausprobieren, gibt es auch einige, die die klaren Befürworter sind, es gleich „richtig“ zu machen. Ein Blogumzug wäre auch nicht ganz unproblematisch. Aber gibt es ja auch einige recht bekannte Blogger, die ihr Blog auch nicht selbst hosten. Darunter zum Beispiel Daniel Rehn. Und sein Blog sieht doch optisch wirklich gut aus und die Zugriffszahlen sind bestimmt auch in Ordnung. Es heißt ja auch immer „Content ist King.“ Ich habe die Chance auf dem Barcamp RheinMain im November 2013 einfach genutzt, um mich mit Daniel darüber zu unterhalten. Er beriet mich dahin gehend, wirklich erst einmal anzufangen und mich auszuprobieren und erste Blogposts zu schreiben. Auch Ulrike Dümpelmann, Blogpraktikantin bei schwindt-pr hat sich erst einmal für ein nicht selbst gehostetes Blog entschieden und beschreibt ihre Beweggründe hier. Na, wenn das die Fachleute sagen, dann los: Mitte Dezember steht eine Lesung an, über die ich berichten will. Schnell das kostenlose Blog bei wordpress.com einrichten! Oder doch nicht?

Was kam dann?

Dass ich heute mein Blog selbst hoste, habe ich einem Tweet von Kristine Honig zu verdanken. Sie ist Absolventin meines Studiengangs und ich folge ihr auf Twitter. Sie hat wiederum auf einen Blogpost einer anderen Absolventin nämlich Stefanie Norden verwiesen:

Tweet_Eigenes_Hosting_Blog

Diesen Artikel von Stefanie kann ich euch wärmstens empfehlen, wenn wir mehr wissen wollt, über eigenes oder fremdes Hosting.

Kristines Blogpost vom 10. Dezember 2013 sollte alle Überlegungen noch einmal über Bord werfen. Man bedenke, spätestens am 12. Dezember 2013 sollte mein Blog online gehen.  Dieser Tweet veränderte alles: Er hat mich dazu bewegt, mein Blog doch gleich auf eigenem Webspace zu betreiben. Eine Domain hatte ich mir schon vor Monaten gesichert. Beim gleichen Anbieter habe ich dann das Webpaket bestellt und habe am nächsten Tag mithilfe von Video-Tutorials auf YouTube mein Blog eingerichtet. Das Ergebnis könnt ihr nun sehen. So wie es am Anfang aussah, so sieht es heute schon nicht mehr aus. Zug um Zug verändert sich jeden Tag ein bisschen. Es lohnt also regelmäßig vorbei zu schauen.

Und ihr? Einige meiner Leser betreiben sicher auch ein Blog. Für welche Variante habt ihr euch entschieden? Und welches waren eure Beweggründe? Ich freue mich auf eure Kommentare.

 

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6 Kommentare

  1. Daniel Rehn

    Erst einmal nachträglichen Glückwunsch zum Blog-Start und ein frohes neues Jahr!

    Du hast mich ja schon im Beitrag als Fremdhoster entlarvt und ich kann die Gründe dafür auch hier gerne noch einmal kurz offenlegen: Meine Anfänge als Blogger liegen auch in meinem Studium begründet und anno 2006/07 war mein technisches Know-How zum eigenen Hosting einfach noch zu rudimentär. Aber aus Bequemlichkeit blieb ich bis heute auch bei WordPress. Es gibt mir ja alles, was ich zum Publizieren brauche.

    Aber – und jetzt kommt das „aber“: Ich werde dieses Jahr wohl endlich auf einen eigenen Server umziehen. Einfach, um das Projekt „Blog“ endlich auf ein neues Level zu hieven. Allein schon, um bessere und klarere Statistiken zu haben. Die sind nämlich das einzige Manko bei WP, da die Tiefe an Informationen fehlt.

    Aber das Problem hast du mit deinem Blog ja elegant aus der Welt geschafft 😉

    Antworten
    • Juliane Benad

      Lieber Daniel,

      da bist du doch glatt im Spam-Ordner gelandet, daher erst heute die Freischaltung. Vielen Dank für deinen Kommentar. Ich finde, dass dein Blog ein klasse Beispiel dafür ist, dass auch mit Fremdhosting viel erreicht werden kann, wenn die Inhalte stimmen und auch rein optisch finde ich dein Blog sehr gelungen. Stände da nicht das „wordpress.com“ hätte ich dich auch nicht entlarvt 😉 Ich wünsche dir viel Erfolg beim Blogumzug und würde mich freuen, wenn du darüber berichten würdest, welche Hürden du nehmen musstest etc. Vielen Dank noch einmal für deine Beratung und bis bald mal wieder? Auf der #rp14?

      Antworten
  2. Ralph

    Hallo Juliane,

    ich musste schmunzeln über dieses Datum — 12. Dezember 2013. Wieso? Solche Fragen gibt es zahlreiche, wenn man mit seinem eigenen Blog starten will. Für mich war die Antwort sehr schnell da. Alles andere als eine eigene Domain mit eigenem Webspace kam gar nicht in Frage.

    Ich freue mich, dass Du mit Deinem Blog gestartet bist. Damit eröffnen sich neue Wege für Dich. Wie waren die ersten Schritte mit Deinem Blog bis heute?

    Spannend ist, dass Dich Kristine „angestoßen“ hat. Grüße sie bitte nett von mir.

    Beste Grüße, Ralph

    P.S.: Planst Du bei der #rp14 dabei zu sein?

    Antworten
    • Juliane Benad

      Hallo Ralph,

      ein eigenes Blog zu haben, ist wirklich etwas schönes. Die ersten Wochen haben sehr viel Spaß gemacht und ich bin bislang mit der Entwicklung sehr zufrieden. Darüber jetzt schon zu berichten, wäre sicher verfrüht, aber zu gegebenen Anlass werde ich mit Sicherheit einen Rückblick wagen 😉
      Kristine und ich, wir haben denselben Studiengang absolviert, kennen uns bislang nur virtuell. Die #rp14 wird sicher eine Gelegenheit sein, sich persönlich kennen zu lernen.

      Antworten
      • Ralph

        Hallo Juliane,

        mich freut, dass die ersten Schritte so sonnig für Dich waren. Bleib dabei!

        Ich habe einen kleinen Vorteil: Kristine kenne ich schon persönlich. Vielleicht klappt ein Treffen während der #rp14. Daumen drücken ist angesagt 😉

        Sonnige Grüße zu Dir in das Rhein-Main-Gebiet, Ralph

        Antworten
  3. Alex L

    Hallo Juliane,
    ich bin nur für selbstgehostete Blogs, weil diese mir wesentlich mehr Freiheiten bieten können als bei einem Freehoster. Ausserdem muss ich die ganze Technik dahinter kennenlernen und eigene Erfahrungen sammeln. Nur so kann ich es meiner Stammleserschaft besser vermitteln, denn das tue ich inzwischen.

    Ich weiss aber, dass es da draussen durchaus sehr bekannte BloggerInnen und Blogs gibt, die auf Blogspot oder bei WordPress.com ihr Zuhause haben. Dagegen sollte nicht viel sprechen. Was mich angeht, habe ich diese Webhosting-Technik schon vor gut 9 Jahren kennengelernt und bin dann selbstverständlich dabei geblieben und heute besitze ich ein grosses Portfolio, bestehend aus selbstgehosteten Blogs, Wikis, Foren und Portalen. Alles in allem möchte ich alles selbst lernen und erlernen und meine Erfahrungen gebe ich dann auch gerne an die Leserschaft weiter.

    Auch muss ich noch hinzufügen, dass ich ebenfalls auf Blogspot, bei Jimdo und auf WordPress.com mit einem Blog bin, doch ich mache da nichts mehr, weil auch etliche selbstgehostete Projekte mittlerweile hinzukamen.

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