Impostor-Syndrom – Vom Gefühl nicht gut genug zu sein

Geschrieben von Juliane Benad

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3. Mai 2022

Wer vom Impostor-Syndrom betroffen ist, hat ständig das Gefühl nicht gut genug zu sein und lebt in der ständigen Angst als Hochstapler*in enttarnt zu werden. Das kann im Berufsleben z.B. als Selbständige oder Unternehmerin sehr hinderlich sein.

Was genau hinter dem Impostor-Phänomen steckt und warum ich heute darüber hier auf meiner Website schreibe, erfährst du in diesem Blogartikel.

  • „Ich bin nicht gut genug für diese Aufgabe.“
  • „Ich kann das nicht. Andere sind viel besser für diesen Job geeignet.“
  • „Hoffentlich merkt niemand, dass ich eigentlich gar nicht so viel weiß, wie man mir zutraut.“

Herzlich Willkommen in meinem Kopfkino vor ein paar Jahren. Vielleicht kennst du den ein oder anderen Gedanken ja auch.

Jeder Mensch zweifelt irgendwann einmal an sich oder seinem Können. Das ist völlig normal. Wenn du aber du dein Licht ständig unter den Scheffel stellst, Chancen verstreichen lässt und lieber anderen den Vortritt gibst, dann ist das einfach ganz großer Mist, oder? Ich für meinen Teil denke auf jeden Fall so.

Das ist Selbstsabotage par Excellence und vielleicht ist sie noch garniert mit dem perfekten Set von Ausreden:

  • „Wenn ich den oder den Umsatz erreicht habe, werden meine Selbstzweifel weg sein.“
  • „Als Mutter habe ich dafür keine Zeit.“
  • „Das Ziel möchte ich gerne erreichen, der Weg dorthin macht mir allerdings Angst.“

Eventuell hast du dich gerade in meinen Schilderungen wieder erkannt. Dann bin ich mir ziemlich sicher, dass mein Blogartikel sehr interessant für dich ist.

Es könnte nämlich sein, dass du, wie ich, vom sogenannten Impostor-Syndrom, auch Hochstapler-Syndrom genannt, betroffen bist.

Keine Angst ist nicht so schlimm, wie es sich vielleicht anhört und tut auch nicht weh, ist nur manchmal ein bisschen hinderlich.

Du kannst das Hochstapler-Phänomen allerdings überwinden, mit ihm Freundschaft schließen, wenn du erst einmal weißt, was mit dir los ist. Das ist für heute vielleicht ein bisschen viel. Ich will dir ja erst einmal erzählen, was es mit diesem Impostor-Syndrom überhaupt auf sich hat. Da bringe ich jetzt einfach einmal ein bisschen Licht ins Dunkel.

Nimm dir einen Kaffee oder einen Tee und dann Bühne frei für den Impostor in meinem und vielleicht auch deinem Kopf.

 

Impostor – wie bitte?

Was ist das Impostor-Phänomen?

Das Impostor-Syndrom ist ein psychologisches Konzept bei dem betroffene Personen stets und ständig ihre eigenen Fähigkeiten anzweifeln. Sie fühlen sich als wären sie ein*e Betrüger*in und leben in der ständigen Angst, dass ihre Unfähigkeit entdeckt wird. Besonders häufig tritt dieses Phänomen bei gut ausgebildeten Menschen auf.

Um sich selbst vor der vermeintlichen Demaskierung zu schützen, arbeiten Menschen mit Impostor-Syndrom sehr gewissenhaft, oftmals bis zur Erschöpfung und liefern hervorragende Ergebnisse und Leistungen ab.

Hervorragende Leistungen klingt doch grandios! Aber das täuscht.

Menschen mit Impostor-Gedanken können ihre Erfolge trotz allem nicht als Folge ihrer Fähigkeiten anerkennen. Sie sehen diese trotz offensichtlicher Beweise als Glück oder Zufall an. Obwohl sie von ihrem Umfeld geschätzt und gelobt werden, glauben sie, diese Anerkennung nicht verdient zu haben.

Die Entdeckerinnen des Impostor-Phänomens

Erstmals wurde das Impostor-Syndrom Ende der 70er Jahre von den beiden amerikanischen Psychologinnen Pauline Rose Clance und Suzanne Imes erwähnt und näher untersucht. In der Literatur wird es fälschlicherweise oftmals als „Syndrom“ bezeichnet. Da es sich jedoch um keine Krankheit, sondern vielmehr um eine Aneinanderreihung von Persönlichkeitsmerkmalen bei den betroffenen Personen handelt, wird auch immer häufiger vom Impostor-Phänomen gesprochen. Ich persönlich finde das selbst auch viel treffender, wir sind ja schließlich nicht krank.

Das Impostor-Phänomen – eine Aneinanderreihung von ganz bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen.

Psychologen gehen davon aus, dass bei den betroffenen Personen ganz bestimmte Persönlichkeitsmerkmale häufig auftreten. Dazu gerne in einem weiteren Blogartikel mehr oder wenn du jetzt schon neugierig bist, dann lade dir gerne mein eBook herunter.

Zu den Persönlichkeitsmerkmalen wie z.B. allgemeine Ängstlichkeit kommen Erfahrungen aus der Kindheit und gesellschaftliche Prägungen hinzu, die zu Impostor-Gefühlen führen können.

Starke Selbstzweifel bezüglich der eigenen Fähigkeiten und die Überzeugung „Ich bin nicht gut genug“ stehen im Mittelpunkt von Menschen mit Impostor-Gefühlen. Sie können, wie bereits oben erwähnt, ihre eigenen Erfolge nicht als Folge ihrer Fähigkeiten anerkennen und sie nicht für sich internalisieren.

Fehler und Misserfolge hingegen schon. Das ist echt verrückt und ich habe es selbst bei mir schon soooo oft erlebt. Fehler zahlten sofort auf meine Überzeugung „Ich bin nicht gut genug“ ein. Ich bezog Fehler sofort auf mich und meine Person und mein damit einhergehendes mangelndes Know-How. Was für dein Quatsch.

Kennst du das Lied „Du kannst das.“ von Max Giesinger? Er singt: „Was macht Menschsein aus?
Sind es unsere Fehler? Gib nicht so schnell auf.“ Warum fällt es also vielen Menschen so schwer zu ihren Fehlern zu stehen und sie als Wachstumschance zu sehen?

Mit jedem weiteren Erfolg steigt der Druck

Es wurden also super Ergebnisse oder Leistungen abgeliefert. Was passiert dem Menschen mit Impostor-Gefühlen? Mit jedem neuen Erfolg zweifelt sie oder er noch mehr an sich und es kommen immer größere Ängste auf, nicht Erwartungen nicht zu genügen und zu versagen.

Personen mit Impostor-Phänomen sind davon überzeugt, dass sie überschätzt werden und bereiten sich deshalb über allen Maßen vor. Wenn sie dann hervorragende Ergebnisse abliefern, können sie Lob nicht annehmen.

Oder und das finde ich noch viel schlimmer: Sie schieben etwas zu lange auf oder nehmen Projekte gar nicht erst an, weil sie davon ausgehen, dass sie scheitern werden.

 

Der Impostor-Teufelskreislauf

  1. Du bekommst eine neue Aufgabe übertragen.
  2. Du denkst, dass du das nicht schaffst, dass du nicht gut genug für diese Aufgabe bist.
  3. Du sagst zu, aber du schiebst auf, bis du mit der Erledigung der Aufgabe beginnst oder du startest sofort uns überarbeitest dich total.
  4. Du lieferst wunderbare Ergebnisse ab und hast Erfolg.
  5. Du freust dich kurz und bist erleichtert.
  6. Du kannst deinen Erfolg nicht annehmen und wertest ihn ab.
  7. Du zweifelst wieder an dir und deinem Können und steigst mit der nächsten Aufgabe wieder in den Impostor-Kreislauf ein.

 

Und nun? – Das Impostor-Phänomen noch besser kennen lernen

Puh. Wie geht es dir, nachdem du bis hierhin gelesen hast? Erkennst du dich auch hier wieder oder kannst du getrost sagen, dass du zwar hier und da einmal Selbstzweifel bei größeren Herausforderungen hast, aber nicht ständig an dir und deiner Selbst zweifelst?

Wenn ersteres der Fall sein sollte, kann ich sehr gut nachempfinden, wie es dir jetzt gerade geht, denn auch ich stand einmal genau an diesem Punkt.

An genau jenem Tag als ich das erste Mal über das Impostor-Syndrom in einem Fachartikel las und mich in jeder einzelnen Zeile wiederfand.

Wenn du gerne tiefer in das Thema einsteigen willst, dann lade ich dich ein, dir mein kostenfreies eBook herunterzuladen. Hierin enthalten sind auch ein Impostor-Selbsttest und einfache Übungen, die dir helfen, deine Selbstzweifel zu erkennen und zu überwinden.

Natürlich freue ich mich auch über Feedback zu meinem Artikel und deine Gedanken dazu. 

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